Vorsicht, Einbruchgefahr: Jeder zehnte Deutsche besitzt noch einen Schlüssel zur letzten Wohnung

Millionen Haushalte in Deutschland könnten weniger sicher sein als bislang angenommen: Neue Daten zeigen, dass fast 10 % der Deutschen noch einen Schlüssel zu ihrer vorherigen Wohnung besitzen. Laut MyHammer, einer Plattform zur Vermittlung von Handwerkern, haben 9 % der Befragten weiterhin Zugang zu ihrer früheren Immobilie. Besonders alarmierend ist dieser Wert bei der jungen Altersgruppe zwischen 18 und 34: Hier sind es sogar 18 %.
Vorsicht, Einbruchgefahr: Jeder zehnte Deutsche besitzt noch einen Schlüssel zur letzten Wohnung. Foto: pixabay.com
Vorsicht, Einbruchgefahr: Jeder zehnte Deutsche besitzt noch einen Schlüssel zur letzten Wohnung. Foto: pixabay.com
Die Daten zeigen außerdem, dass viele Menschen beim Einzug in eine neue Wohnung darauf verzichten, die Schlösser auszutauschen. Damit gefährden sie möglicherweise unbewusst ihre Haussicherheit. Insgesamt lassen 63 % der Deutschen nach einem Umzug ihre Schlösser nicht austauschen. Besonders hoch ist dieser Anteil bei den 35- bis 54-Jährigen (64 %) sowie den über 55-Jährigen (67 %).

Regional betrachtet tauschen die Menschen in Hessen ihre Schlösser am seltensten aus: 69 % geben an, ihre Schlösser nach dem Umzug nicht ausgetauscht zu haben. Dicht dahinter folgt Sachsen mit 65 %. Darüber hinaus zeigt die Umfrage, dass unabhängig vom Bundesland mindestens 40 % der Befragten ihr Schloss nicht austauschen.

Wer seine Schlösser nicht austauscht, riskiert, Unbekannten Zugang zur eigenen Wohnung zu gewähren. Es kann sogar möglich sein, dass auch andere Personen weiterhin Zugriff haben. Laut einer früheren Umfrage geben über drei Viertel (78 %) einen Ersatzschlüssel an Personen, die nicht im eigenen Haushalt leben.

Diese Tatsache ist bedenklich, da Einbrüche in Deutschland weiterhin ein ernstes Problem darstellen. Polizeibehörden im ganzen Land haben in diesem Jahr bereits über 200.000 Einbrüche registriert. Trotzdem nehmen viele Hausbesitzer die Sicherheit ihres Zuhauses nicht allzu ernst. Eine Studie aus dem Jahr 2017 zeigt, dass 42 % ihr Zuhause regelmäßig unverschlossen lassen und es nur dann abschließen, wenn sie über Nacht weg sind.

Wolfgang Häse von MyHammer betont, wie wichtig es ist, beim Einzug in ein neues Zuhause immer die Schlösser auszutauschen:

„Ich kann gar nicht oft genug betonen, wie wichtig es ist, beim Einzug die Schlösser zu wechseln. Wer darauf verzichtet, macht sein Zuhause unnötig angreifbar. Grundsätzlich empfiehlt es sich, Schlösser etwa alle sieben bis zehn Jahre auszutauschen, da ältere Modelle leichter zu knacken sind. Viele Einbrüche erfolgen über die Haustür – und ein unsicheres Schloss macht es Einbrechern deutlich einfacher.”

„Besorgniserregend ist außerdem, dass laut der Umfrage von MyHammer 9 % der Vormieter noch einen Schlüssel zu ihrer früheren Wohnung haben. Dabei geht es nicht nur um ehemalige Bewohner. Auch deren Freunde, Nachbarn, Kollegen, Reinigungskräfte, Babysitter oder sogar Makler könnten theoretisch noch einen Schlüssel für die neue Wohnung haben.”

„Das Austauschen von Schlössern gerät im Umzugsstress leicht in Vergessenheit. Dabei handelt es sich um eine Aufgabe, die in nur 30 Minuten erledigt ist und Ihrem Zuhause langfristig deutlich mehr Sicherheit bietet. Ein Schlüsseldienst kann ein neues Schloss fachgerecht und zu vergleichsweise geringen Kosten installieren und so dafür sorgen, dass Ihr neues Zuhause optimal geschützt ist.“

Resümee von Gerhard Bauer (Redaktion “fertighaus.com“)
Die Umfrage zeigt ein erhebliches Sicherheitsrisiko beim Wohnungswechsel: Viele Menschen tauschen nach dem Einzug die Schlösser nicht aus, obwohl frühere Bewohner oder andere Personen noch Schlüssel besitzen könnten. Besonders problematisch ist das angesichts anhaltend hoher Einbruchszahlen. Ein Schlosswechsel ist schnell erledigt, vergleichsweise günstig und erhöht den Schutz des neuen Zuhauses deutlich.
Quelle: MyHammer GmbH

27.03.2026

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