40 % können sich keine Reparaturen leisten

Bei einem Notfall in den eigenen vier Wänden können sich Millionen Deutsche keine Reparaturen leisten. Das belegen aktuelle Zahlen, die heute veröffentlicht wurden.
Notfall zu Hause: 40 % der Deutschen können sich keine Reparaturen leisten. Foto: pixabay.com
Notfall zu Hause: 40 % der Deutschen können sich keine Reparaturen leisten. Foto: pixabay.com
Laut einer neuen Umfrage von MyHammer, einer Plattform zur Vermittlung von Handwerkern, haben 40 % der deutschen Haushalte weniger als 1.000 Euro auf dem Konto. Die Kosten für eine Notfallreparatur liegen allerdings meist im vierstelligen Bereich – demnach sind viele Deutsche kaum in der Lage, ein dringliches Problem zu beheben.
 
Ebenfalls erschreckend: 9 % der Befragten haben keinerlei Ersparnisse und 20 % haben unter 500 Euro angespart.
 
Typische Notfälle sind beispielsweise defekte Heizungen, geplatzte Rohre, Wasserschäden oder fehlerhafte Stromleitungen. Solche Reparaturen sind deutlich teurer als reguläre Wartungen. Falls die kurzfristige Reparatur außerhalb der regulären Arbeitszeiten stattfindet, ist es nicht unüblich, dass sich die Kosten verdreifachen.
 
Die Daten von MyHammer zeigen: Für Millionen Menschen in Deutschland ist ein Notfall in den eigenen vier Wänden finanziell kaum zu bewältigen. Manche nehmen Schulden auf, andere leben weiter in einer unsicheren Wohnsituation.
 
Die Zahlen sind Teil einer umfangreichen Umfrage, die das Wissen der Deutschen über Reparaturen und Instandhaltung beleuchtet. Fast die Hälfte (49 %) der Befragten weiß beispielsweise nicht genau, welche Schäden durch ihre Hausrat- oder Gebäudeversicherung abgedeckt sind – und welche nicht.
 
Dabei lassen sich viele Notfälle durch regelmäßige Wartungsarbeiten vermeiden. Unser Tipp: Nutzen Sie den Herbst, um beispielsweise die Wartung Ihrer Heizung oder das Reinigen der Dachrinnen zu erledigen.
 
Wolfgang Häse, Experte von MyHammer, erklärt: „Für Millionen Menschen in Deutschland ist eine unerwartete Reparaturrechnung finanziell nicht zu stemmen. Das ist natürlich besorgniserregend. Die gute Nachricht lautet: viele Schäden lassen sich vermeiden.”
 
„Ich empfehle Ihnen, die eigene Versicherung zu prüfen und gegebenenfalls eine Zusatzversicherung für Notfälle abzuschließen.”
 
„Doch wie so oft gilt: Vorsorge ist besser als Nachsorge. Wer rechtzeitig alle wichtigen Wartungsarbeiten erledigt, beugt teuren Kostenfallen vor.“
 

Das sind die wichtigsten Wartungsarbeiten

Heizung überprüfen

Sie denken darüber nach, die jährliche Wartung Ihrer Heizung auszulassen? Besser nicht: Eine regelmäßige Inspektion hilft, Probleme frühzeitig zu erkennen. Zudem senkt sie langfristig Ihre Energiekosten.

Dachrinne reinigen

Durch Laub kommt es im Herbst häufig zu einer verstopften Dachrinne. Wenn Sie diese nicht reinigen und das Wasser nicht abfließen kann, entstehen Lecks. Für viele Versicherungen ist das wiederum ein Grund, Ihnen im Schadensfall kein Geld zu zahlen.

Dach kontrollieren

Abgenutzte oder lose Dachziegel sind gefährlich und können bei Wind und Regen zu Undichtigkeiten führen. Eine regelmäßige Überprüfung durch Experten sorgt dafür, dass Ihr Dach in gutem Zustand bleibt.

Rohre isolieren

Ein Rohrbruch verursacht in der Regel Schäden in Höhe von mehreren tausend Euro. Eine gute Isolierung hilft, genau das zu verhindern. Achten Sie besonders auf Stellen, an denen Rohre außerhalb des Hauses verlaufen, da sie dort besonders kälteempfindlich sind.

Kamin reinigen

Wenn Sie einen Kamin haben, sollten Sie ihn unbedingt einmal pro Jahr professionell reinigen lassen. Denn ein verstopfter Schornstein ist im schlimmsten Fall lebensgefährlich, da er zu giftigen Abgasen und Bränden führen kann.

Quelle: MyHammer GmbH

28.11.2025

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