Vor Grundstückskauf ein Baugrundgutachten erstellen lassen

Wer einen Hausbauvertrag schließt, sollte den Baugrund kennen. Denn Voraussetzung für den „Festpreis“ eines Schlüsselfertiganbieters ist fast immer, dass bestimmte Kalkulationsannahmen eintreffen. Diese gehen in der Regel von einer Bodenbeschaffenheit aus, die keine Mehrkosten erforderlich macht. „Das ist aber oft nicht der Fall“, warnt Marc Ellinger, Bausachverständiger im Verband Privater Bauherren (VPB). Bei drückendem Grundwasser oder Hanglage mit Felsanteilen etwa stehen schnell erhebliche Mehrkosten an. „Wer hier kein Risiko eingehen will“, so Ellinger, „sollte schon vor dem Erwerb des Grundstücks ein Baugrundgutachten erstellen lassen.“
Vor Grundstückskauf ein Baugrundgutachten erstellen lassen. Foto: Pixabay.Com
Vor Grundstückskauf ein Baugrundgutachten erstellen lassen. Foto: Pixabay.Com
Ein Baugrundgutachten ist ein zusammenfassender Bericht über die Ergebnisse der Baugrunduntersuchung auf einem Baugrundstück. Es macht sehr präzise Aussagen über den Bodenaufbau an den zumeist punktuellen Untersuchungsstellen, die dann für das Baufenster hochgerechnet werden. „Üblicherweise wird an zwei bis drei Punkten im Bereich des späteren Bauwerks die Festigkeit und Tragfähigkeit des Baugrundaufbaus geprüft und der Bodenaufbau untersucht“, erläutert VPB-Experte Ellinger. „Auf Basis dieser Ergebnisse werden im Baugrundgutachten Gründungsempfehlungen gegeben. Der Gutachter zeigt dabei üblicherweise verschiedene Varianten auf, wie die Fundamente oder die Bodenplatte ausgeführt werden sollen.“ Darüber hinaus ergeben sich aus den Untersuchungen Ergebnisse zur Wassersituation im Boden. Diese werden benötigt, um die für den jeweiligen Bauort erforderlichen Mindestanforderungen für die zu treffenden Feuchteschutzmaßnahmen zu definieren.

„Eine ‚falsche‘ Bodenbeschaffenheit gibt es nicht“, weiß Ellinger. Am besten sei es jedoch, wenn die Bauherren vor der Entscheidung zum Grundstückskauf darüber Bescheid wissen. „Denn sowohl Bodenart als auch Festigkeit, Setzungsverhalten, Zusammendrückbarkeit oder auch gänzlich unterschiedliche Baugrundeigenschaften, die manchmal auch kleinräumig auftreten, können das Bauen problematisch und teuer machen.“ Wer die Basis für sein künftiges Haus kennt, kann mithilfe eines unabhängigen Bausachverständigen, etwa denen aus dem Netzwerk des VPB, auch die richtigen Entscheidungen für den Bau treffen. „So kann es Sinn machen, entgegen bisheriger Absicht einen Keller zu bauen“, sagt Ellinger. „Das gilt etwa, wenn ohnehin tief gegraben werden muss, um tragfähige Böden zu erreichen.“ Die dann sehr große Baugrube gegen viel Geld mit teuer zugekauftem Erdmaterial auffüllen? „Ein Keller ist oft die bloß geringfügig teurere Variante“, so VPB-Experte Ellinger, „durch die das Gebäude einen erhöhten Nutzwert und damit auch Mehrwert erhält.“

Quelle: Verband Privater Bauherren (VPB) e.V.

26.09.2025

Hausbaunews

Junge Menschen und Wohneigentum: Wie ...

Das eigene Zuhause ist für viele junge Menschen ein großes Lebensziel. Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag der Bausparkasse Schwäbisch Hall träumen 64 Prozent der 20- bis 29-Jährigen ...

Die besten Immobilienagenturen in ...

Wer in Offenburg eine Immobilie verkaufen, kaufen, mieten oder vermieten möchte, merkt schnell: Es gibt viele Immobilienagenturen, aber nicht jede Maklerfirma arbeitet gleich transparent, schnell ...

Oikos Group veröffentlicht neuen ...

Bereits zum vierten Mal veröffentlicht die Oikos Group ihren Nachhaltigkeitsbericht und belegt damit, wie eine werteorientierte Ausrichtung in der Unternehmensgruppe zu konkreten Ergebnissen führt. ...

Photovoltaik wächst – Solarbranche ...

Im ersten Halbjahr 2026 wurde in Deutschland rund neun Prozent mehr Solarstromleistung installiert als im Vorjahreszeitraum. Nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft beruht das Plus ...

Das Reihenhaus zur Miete

Auch Reihenhäuser werden zur Miete angeboten. Das muss nicht teurer sein und bietet viele Vorteile gegenüber einer Wohnung. Denn die Häuser verfügen häufig über mehr Platz, einen eigenen ...

Neues Duo für smarte Heiztechnik

BRÖTJE erweitert seine digitale Regelungsplattform mit zwei neuen Komponenten: das IoT Gateway IWR DataConnect und das Raumgerät IWR IDA Basic. Beide Geräte unterstützen Installationsbetriebe und ...

Musterhäuser

generation5.5, 200 ...

Preis ab
361.500 €
Fläche
188,69 m²
Stadthaus Aura 136

Preis ab
291.030 €
Fläche
134,61 m²
Format 5-480

Preis ab
1.143.140 €
Fläche
465,86 m²
Stadthaus Flair 124 ZD

Preis ab
258.100 €
Fläche
123,39 m²
Design 20

Preis
auf Anfrage
Fläche
210,00 m²
Dynamic-G-183 E1

Preis
auf Anfrage
Fläche
202,37 m²

0