Gaspreise für Neukunden erreichen Drei-Jahres-

Der Iran-Krieg treibt die Gaspreise trotz angekündigter Waffenruhe weiter nach oben: Für Neukunden erreichen sie mit rund 10,9 Cent pro Kilowattstunde (kWh) den höchsten Stand seit drei Jahren. Zuletzt lagen die Preise im März 2023 auf einem vergleichbaren Niveau. Das zeigt eine Analyse des Vergleichsportals Verivox.
Die Gaspreise für Neukunden steigen im Zuge des Iran-Krieges auf ein 3-Jahres-Hoch. Daran ändert auch die aktuelle Entspannung im Großhandel nichts. Das zeigt eine Verivox-Analyse.. Foto: Maklay62 / pixabay.com
Die Gaspreise für Neukunden steigen im Zuge des Iran-Krieges auf ein 3-Jahres-Hoch. Daran ändert auch die aktuelle Entspannung im Großhandel nichts. Das zeigt eine Verivox-Analyse.. Foto: Maklay62 / pixabay.com

Deutlicher Preissprung auch im Großhandel 

Der Anstieg der Neukundenpreise ist eine direkte Folge der Entwicklung der Gaspreise im Großhandel. Diese hatten sich seit Ausbruch des Krieges um bis zu 59 Prozent verteuert: Lagen die Preise Ende Februar noch bei rund 34 Euro je Megawattstunde, waren es am Dienstag rund 54 Euro. Die jüngsten Aussichten auf Friedensverhandlungen haben die Gaspreise am Mittwoch wieder auf 46 Euro sinken lassen. 

„Die am Mittwoch angekündigte Waffenruhe hat die Preise für Öl und Gas deutlich sinken lassen. Aufgrund der lange unterbrochenen Lieferwege und der zerstörten Infrastruktur ist jedoch nicht damit zu rechnen, dass die Energiepreise schnell wieder das Niveau von Februar vor dem Ausbruch des Iran-Krieges erreichen“, sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. 

Preisanstieg kommt bei Neukunden an 

Gas-Neukunden müssen derzeit rund 10,9 Cent pro kWh zahlen und damit 30 Prozent mehr als noch vor Beginn des Krieges (8,4 Cent/kWh am Stichtag 27.2). Für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh ergeben sich daraus jährliche Heizkosten von rund 2.180 Euro – 500 Euro mehr. 

„Die Gaspreise für Neukunden sind zuletzt deutlich gestiegen, dennoch lohnt sich ein Anbieterwechsel in vielen Fällen weiterhin. Die Unterschiede zwischen den Tarifen sind nach wie vor erheblich – insbesondere im Vergleich zur Grundversorgung. Angesichts der angespannten Lage im Nahen Osten und der schwer vorhersehbaren weiteren Entwicklung sollten Verbraucher die aktuellen Konditionen prüfen und sich nach Möglichkeit mit einer Preisgarantie gegen weitere Preisanstiege absichern“, sagt Thorsten Storck. 

Grundversorgung bleibt deutlich teurer 

Noch höher fallen die Kosten für Haushalte in der Grundversorgung aus. Diese zahlen aktuell im Schnitt rund 13,4 Cent pro Kilowattstunde und haben damit jährliche Heizkosten von rund 2.674 Euro. Der Wechsel in einen günstigeren Tarif spart somit durchschnittlich 494 Euro ein.

Resümee von Andrea Schaffeld (Redaktion “fertighaus.com“)
Die Gaspreise für Neukunden haben mit rund 10,9 Cent pro kWh ein Drei-Jahres-Hoch erreicht. Auslöser ist vor allem der deutliche Anstieg der Großhandelspreise infolge geopolitischer Spannungen. Für Haushalte bedeutet das spürbar höhere Heizkosten, während die Grundversorgung noch teurer bleibt. Trotz der Entwicklung lohnt sich ein Anbieterwechsel häufig weiterhin, insbesondere in Kombination mit einer Preisgarantie. Langfristig bleibt die Lage angespannt und schwer kalkulierbar.
Quelle: Verivox GmbH

17.04.2026

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