Finanzielle Hürden zum Wohneigentum mit Expertise verringern

In der Diskussion sind derzeit mehrere Studien, die einerseits belegen, welche Bedeutung Wohneigentum hat: nicht nur das mietfreie Wohnen im Alter, gerade auch ganz persönliche Wünsche junger Menschen spielen hier eine Rolle. Anderseits zeigten diese Studien auf, dass die Hürden auf dem Weg dorthin immer höher geworden sind.
Finanzielle Hürden zum Wohneigentum mit Expertise verringern. Foto: stevepb / pixabay.com
Finanzielle Hürden zum Wohneigentum mit Expertise verringern. Foto: stevepb / pixabay.com
Dass selbstgenutztes Wohneigentum eine tragende Säule der Altersvorsorge in Deutschland darstellt, konstatierte etwa das Institut der Deutschen Wirtschaft: „Eigentümerhaushalte weisen deutlich seltener als Mieter eine Altersvorsorgelücke auf; im Durchschnitt übertreffen sie die für den Ruhestand angesetzten Referenzniveaus für den Konsum sogar.“ Doch rückblickend auf das Jahr 1980 sind die eigenen vier Wände in Deutschland heute bei weitem weniger erschwinglich – „mit spürbaren Folgen für Vermögensbildung, soziale Mobilität und Generationengerechtigkeit“, wie das Kieler Institut für Weltwirtschaft feststellt: „Besonders junge Haushalte haben heute größere Schwierigkeiten, Wohneigentum zu erwerben.“ So ist Wohneigentum in Deutschland weniger verbreitet als in den meisten EU-Ländern und „hängt immer noch stärker vom Wohneigentumsstatus der Eltern ab“, fasst das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung zusammen: Die Wohneigentumsquote sei in den derzeitigen Geburtskohorten im Nestbau-Alter deutlich geringer als in früheren.

Hier tut sich eine Lücke auf, die gerade für junge Menschen, die sich für ihren Aufstieg aus eigener Kraft engagieren und kein wohlhabendes Elternhaus im Hintergrund haben, zügig geschlossen werden muss“, so Corinna Merzyn, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Privater Bauherren (VPB). So habe eine repräsentative Forsa-Umfrage 2025 gezeigt: Gut zwei Drittel (67 Prozent) der zur Miete wohnenden Menschen in Deutschland wünschen sich eine eigene Immobilie. In den Gruppen der 18- bis 29-Jährigen und der 30- bis 44-Jährigen ist der Wunsch nach Wohneigentum besonders groß (82 und 81 Prozent). „Hier müssen endlich die Weichen gestellt werden, um diese Menschen in ihrer Eigenverantwortlichkeit ernst zu nehmen“, fordert Merzyn, „sonst bereitet man den Boden für Frustration und die Protestwahlen von morgen.“ Eine geringere Behinderung der Bildung von Wohneigentum sei gesellschaftlich und ökonomisch dringend geboten: „Neben der Chance, den Aufstieg wieder aus eigener Kraft schaffen zu können, entlastet mietfreies Wohnen im Alter langfristig die sozialen Sicherungssysteme und verringert die Vermögensungleichheit in der Bevölkerung.“

Daneben lassen sich aber finanzielle Hürden auf dem Weg zum Wohneigentum wenigstens individuell etwas senken: „Gute bautechnische Expertise eröffnet oft ein ungeahntes Sparpotenzial“, weiß Merzyn. „Wer sich rechtzeitig firmenneutral beraten lässt – am besten vor Vertragsabschluss – profitiert am meisten. Das kann im individuellen Fall manches Mal den entscheidenden Unterschied machen.“

Quelle: Verband Privater Bauherren (VPB) e.V.

20.03.2026

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