Eigenleistungen am Bau mit anderen Gewerken abstimmen

Weil der Bau eines Eigenheims zunehmend ins Geld geht, legen private Bauherren oft selbst Hand an, um Kosten zu senken. Laien müssen hierfür das nötige Know-how mitbringen, in manchen Bereichen ist auch eine jeweils offizielle Qualifikation gefordert. Es gilt, sich kundig zu machen, zudem ist eine realistische Selbsteinschätzung gefragt. „Einen weiteren wichtigen Aspekt bedenken Laien häufig jedoch nicht“, sagt Herbert Oberhagemann, der das Regionalbüro Ahrensburg des Verbands Privater Bauherren e.V. (VPB) leitet. „Die Abläufe am Bau und sich daraus ergebende Verbindlichkeiten mit anderen Gewerken sind ein wichtiger Faktor, der oft unterschätzt wird.“ Das A und O ist auch hier eine realistische Planung.
Eigenleistungen am Bau mit anderen Gewerken abstimmen. Foto: Anemone21 / pixabay.com
Eigenleistungen am Bau mit anderen Gewerken abstimmen. Foto: Anemone21 / pixabay.com
„Einen weiteren wichtigen Aspekt bedenken Laien häufig jedoch nicht“, sagt Herbert Oberhagemann, der das Regionalbüro Ahrensburg des Verbands Privater Bauherren e.V. (VPB) leitet. „Die Abläufe am Bau und sich daraus ergebende Verbindlichkeiten mit anderen Gewerken sind ein wichtiger Faktor, der oft unterschätzt wird.“ Das A und O ist auch hier eine realistische Planung.

„Private Bauherren sollten sicher sein, ihre Eigenleistung im geplanten Zeitfenster auch fertigstellen zu können – und für unvorhergesehene Schwierigkeiten sicherheitshalber einen Puffer einkalkulieren“, rät Oberhagemann. Wie wichtig es ist, dass einzelne Tätigkeiten aufeinander abgestimmt sind, zeigt sich etwa, wenn private Bauherren in Eigenleistung den Parkettboden verlegen. „Dies muss im Zeitfenster zwischen dem Maler und dem Innentüreinbau erfolgen“, so der Bauherrenberater, „damit die Türzargen ordnungsgemäß auf dem Bodenbelag stehen und der Bodenbelag nicht ausgeschnitten unschön aussieht.“

Außerdem geht es bei vielen Eigenleistungen nicht ohne genaue Absprachen, etwa bei Malerarbeiten: Welchen Putzuntergrund soll der Generalunternehmer anbringen, wer spachtelt den Gipskarton? Generell gilt: Eigenleistungen sollte man nicht nur in enger Abstimmung mit dem Generalunternehmer erbringen, sondern sie auch durch einen fachlich qualifizierten Bausachverständigen – wie zum Beispiel aus dem VPB-Netzwerk – überwachen lassen. Dann sind private Bauherren auf der sicheren Seite und wissen, dass die Qualität stimmt.

Resümee von Karsten Mueller (Redaktion “fertighaus.com“)
Eigenleistungen am Bau können Kosten sparen, erfordern jedoch sorgfältige Planung und Abstimmung mit anderen Gewerken. Entscheidend ist, realistisch einzuschätzen, ob Arbeiten im vorgesehenen Zeitfenster erledigt werden können, inklusive Puffer für Verzögerungen. Fehlende Koordination kann zu Problemen im Bauablauf führen, etwa bei aufeinanderfolgenden Arbeiten wie Bodenverlegung und Türeneinbau. Enge Abstimmung mit dem Bauunternehmen sowie die Kontrolle durch Fachleute sichern Qualität und vermeiden teure Fehler.
Quelle: Verband Privater Bauherren (VPB) e.V.

22.04.2026

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