Holzdielen - Baulexikon Begriffsdefinition


Holzdielen

werden schon seit Jahrhunderten als Fußbodenbelag verwendet. Sie sind besonders auf Holzbalkendecken zu empfehlen. Damit kein Trittschall übertragen wird, darf der Dielenboden keinen direkten Kontakt mit der Deckenkonstruktion beziehungsweise den Wänden aufweisen. Das heißt, die Verlegung muss schwimmend erfolgen. Dazu wird der Dielenboden auf Lagerhölzer verlegt, unter die ein Dämmstreifen aus Kokos- oder Mineralfaser gelegt wird. Als Fußbodenholz werden meist gespundete Bretter aus Fichte, Kiefer, Eiche und Lärche verwendet. Da Holz "arbeitet", ist an den Brettstößen mit Fugen zu rechnen. Die Dielenbretter können aus Massivholz oder aus mehreren Schichten bestehen, die untereinander verleimt sind. Beide Arten sind sowohl behandelt als auch unbehandelt erhältlich. Wer die rohen Dielen selbst behandeln will, kann entweder handelsüblichen Fußbodenlack, Hartöl oder Wachs verwenden. Durch die Lackbehandlung erhält der Fußboden eine sehr harte, unempfindliche Oberfläche. Nachteilig sind dabei jedoch die Ausdünstungen aufgrund giftiger Inhaltsstoffe. Naturharzlacke, die natürliche Lösemittel (etwa Zitronenöle) enthalten, trocknen dagegen sehr langsam. Eine Alternative ist die Hartöl- und Wachsbehandlung. Allerdings dürfen dann die Holzdielen nur mit Schmier- oder einer biologischen Seife gereinigt werden, da handelsübliche Reinigungsmittel die Dielen angreifen. Dielenböden verfügen über eine gute Wärmedämmung, wirken feutigkeitsregulierend auf das Raumklima und sind pflegeleicht.