Wasserdurchlässige Terrassen, Auffahrten und Wege

Ein plötzlicher Sommerregen – und schon stehen Pfützen auf der Terrasse oder das Wasser läuft unkontrolliert von der Einfahrt auf die Straße. Viele Außenflächen sind vollständig versiegelt, sodass Regenwasser nicht versickern kann. Das belastet nicht nur die Kanalisation, sondern verhindert auch die natürliche Grundwasserbildung. Zudem steigt das Risiko für Feuchtigkeitsschäden an Haus und Fundament, wenn sich Wasser staut und nicht richtig abfließen kann.
Wasser bewusst lenken statt Flächen versiegeln: Versickerungsfähige Pflaster sorgen für trockene Wege, schützen vor Staunässe – und leisten einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Gartenkonzept. Foto: betonstein.org / AdobeStock_Ruslan
Wasser bewusst lenken statt Flächen versiegeln: Versickerungsfähige Pflaster sorgen für trockene Wege, schützen vor Staunässe – und leisten einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Gartenkonzept. Foto: betonstein.org / AdobeStock_Ruslan
Eine durchdachte Gestaltung mit wasserdurchlässigen Materialien kann hier Abhilfe schaffen. Betonsteine mit größerer Fugenbreite verlegt oder mit Abstandhaltern, die eine größere Fuge begünstigen, lassen das Wasser gezielt in die darunter befindlichen Schichten in den Boden sickern. So bleibt das natürliche Wassergleichgewicht erhalten und das Mikroklima im Garten profitiert von der Verdunstungskühle. Gerade in heißen Sommern kann dies einen spürbaren Unterschied machen.

„Wer Pflasterflächen mit einem Gefälle von ein bis zwei Prozent anlegt, vermeidet Staunässe und kann Niederschlagswasser gezielt in begrünte Flächen leiten“, empfiehlt Alexander Winzer, Geschäftsführer des Betonverbands Straße Landschaft Garten (SLG). Diese einfache Maßnahme schont nicht nur die Umwelt, sondern sorgt auch für langlebige, trockene Wege und Terrassen. Zudem können moderne Betonpflasterbefestigungen nicht nur Wasser versickern lassen, sondern auch Schadstoffe aus dem Regenwasser herausfiltern, bevor es ins Grundwasser gelangt.

Ein weiterer Vorteil liegt in der langfristigen Haltbarkeit und Pflegeleichtigkeit solcher strapazierbaren Beläge. Staunässe und Moosbildung werden durch die Versickerungsfähigkeit der Betonpflasterfläche reduziert, was die Reinigung erleichtert und die Oberflächen rutschfest hält. Besonders in schattigen Bereichen, wo herkömmliche Beläge schnell rutschig werden, bleibt die Oberfläche dank der gezielten Wasserableitung sicher begehbar.

Auch ästhetisch bieten versickerungsfähige Befestigungen aus Beton eine große Vielfalt. Verschiedene Farben, Formen und Verlegemuster ermöglichen individuelle Gestaltungskonzepte, die sich harmonisch in den Garten einfügen. Wer bewusst auf eine Mischung aus befestigten und begrünten Flächen setzt, schafft nicht nur optisch ansprechende Wege und Terrassen, sondern fördert aktiv die Biodiversität. Insektenfreundliche Blumenbeete oder kleine Muldenrigolen als natürliche Versickerungszonen ergänzen die nachhaltige Gestaltung optimal.

Wer bei der Neugestaltung seines Außenbereichs auf eine clevere Versickerung setzt, schafft also nicht nur ein angenehmes Wohnumfeld, sondern investiert auch in die Zukunft – für eine ökologische, funktionale und ästhetisch ansprechende Gestaltung, die Wetterextremen trotzt und langfristig für ein gesundes Gartenklima sorgt.

Neben diesen Vorteilen sind versickerungsfähige Betonpflasterbefestigungen auch ökonomisch sinnvoll. Gebühren für den Niederschlagswasseranteil können reduziert werden oder gar entfallen.

Resümee von Talia Sommefeld (Redaktion “fertighaus.com“)
Wasserdurchlässige Terrassen und Wege tragen zu einem nachhaltigen Gartenkonzept bei, indem sie Regenwasser versickern lassen und so Kanalisation sowie Grundwasserhaushalt entlasten. Sie reduzieren Staunässe, verbessern das Mikroklima und erhöhen die Sicherheit sowie Langlebigkeit der Flächen. Gleichzeitig bieten sie gestalterische Vielfalt und können sogar Kosten durch geringere Abwassergebühren senken.
Quelle: TextNetz / TXN

08.04.2026

Hausbaunews

Immobilien erfolgreich verkaufen

Es ist nicht mehr so einfach, ein Haus oder die Eigentumswohnung zu verkaufen. Wer erfolgreich sein will, sollte einiges beachten – vor allem das professionelle Aufbereiten und Präsentieren der ...

Hybridheizungen als intelligente Lösung

Wer ein neues Heizsystem für sein Eigenheim plant, denkt neben einer Pelletheizung oft auch über eine Wärmepumpe nach. Dabei lohnt es sich, auf die Details zu achten – denn ein Hybridsystem kann die ...

Komplettlösung im Bad

Ob Minibad oder Wellnes-Oase – bei der Badsanierung gilt es, einiges zu beachten. Gründliche Planung ist wichtig, denn sie spart Kosten und Zeit: Wie ist die neue Platzaufteilung, welche Bad-Elemente ...

Metall am Fertighaus: Diese ...

Grundriss, Fenster und Fassade stehen fest, doch über das Geländer an der Terrasse oder das Vordach am Eingang wird erst später entschieden. Bei einem Fertighaus können solche Bauteile Fragen ...

Schutz vor Schall und Schwingung

PE-Schaum und Zellgummi sind die Allrounder fürs Dämmen in der Sanitär-, Heizungs-, Klima- (SHK) und Lüftungstechnik. Sie schützen vor Lärm und hervorragende wärmedämmende Eigenschaften minimieren ...

Wellness im eigenen Garten: Was bei der ...

Beim Bau eines Fertighauses konzentriert man sich zunächst auf Grundriss, Fassade und Innenausstattung. Der Garten fristet dagegen oft ein Schattendasein, trotz seiner späteren Bedeutung für die ...

Musterhäuser

Duett 128

Preis
auf Anfrage
Fläche
128,00 m²
Haas MH Fellbach 163

Preis ab
305.000 €
Fläche
177,04 m²
München

Preis
auf Anfrage
Fläche
248,61 m²
Frei-Raum-Haus 9x9-F

Preis ab
215.000 €
Fläche
130,00 m²
AMBIENCE 209 PD

Preis ab
807.396 €
Fläche
205,03 m²
SENTO 503 MH Bad Vilbel

Preis
auf Anfrage
Fläche
183,25 m²

0