Fertighaushersteller erwarten Allzeithoch
Der Branchenumsatz betrug im vergangenen Jahr 2,65 Milliarden Euro. Für dieses Jahr wird ein Anstieg um 7,7 Prozent auf nie dagewesene 2,86 Milliarden Euro erwartet. Das Kernprodukt der BDF-Unternehmen bleibt das frei geplante Ein- oder Zweifamilienhaus. Die wichtigste Zielgruppe sind Familien mit Kindern und Paare mittleren Alters, die Wert auf Servicequalität, Wohnkomfort und Energieeffizienz legen. 90 Prozent der Häuser werden als klimafreundliche und förderfähige KfW-Effizienzhäuser errichtet, 27 Prozent mit Photovoltaikanlage und schon 14 Prozent mit eigenem Energiespeicher.
„Auch die Entwicklung der Beschäftigtenzahl in unserer Branche ist äußerst positiv. Im Vergleich zum Vorjahr können wir nochmals gut fünf Prozent mehr Mitarbeiter beschäftigen“, unterstreicht Schwörer. 2017 zählten die BDF-Unternehmen insgesamt 12.864 Mitarbeiter, davon 608 Auszubildende. Ende 2018 wird die Beschäftigtenzahl voraussichtlich bei mehr als 13.500 Mitarbeitern liegen.
Deutschlandweit wurden von Januar bis Juli 2018 – so weit reicht die amtliche Statistik – 59.823 neue Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt, 11.501 davon in Fertigbauweise. Das entspricht einem Marktanteil von 19,2 Prozent. Traditionell ist die Holz-Fertigbauweise im Süden und Südwesten der Bundesrepublik besonders stark. Hier sind die meisten Firmen ansässig und hier werden auch die meisten Baugenehmigungen für Fertighäuser erteilt. Am höchsten war die Fertigbauquote in Baden-Württemberg mit 33,4 Prozent, gefolgt von Hessen mit 27,7 Prozent und Rheinland-Pfalz mit 23,8 Prozent. In absoluten Zahlen steht Bayern mit 3.019 neu genehmigten Häusern an der Spitze, vor Baden-Württemberg (2.475) und Nordrhein-Westfalen (1.314). Der Marktanteil im bevölkerungsstärksten Bundesland ist dagegen mit 14,5 Prozent noch unterdurchschnittlich, wenngleich zuletzt weiter steigend.
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung findet heute in Aachen zum 22. Mal das „Forum Intelligentes Bauen“ des BDF statt. Prominente Redner sind der ehemalige Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert, der Zukunftsforscher Harry Gatterer, der ehemalige Vizepräsident der EU-Kommission Prof. Günter Verheugen und der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar. Insgesamt haben sich mehr als 240 Teilnehmer von Hausbauunternehmen, Zulieferern & Co. zum wichtigsten Branchentreff angemeldet. BDF/FT
13.11.2018
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