Was beim Einbau einer Sauna zu beachten ist

Dazu merkt Ellinger an: „Je nach den baulichen Randbedingungen des konkreten Einzelfalls ist die Dampfsperre bei einer absolut konvektionsdicht ausgeführten Dämmung möglicherweise entbehrlich. Doch zur gesicherten Beurteilung bedarf es eines feuchtetechnischen Nachweises nach WTA-Merkblatt 4-6 oder – unter sehr ungünstigen Umständen – mittels einer hygrothermischen Simulationsberechnung.“ Und er räumt ein: „Diese Maßnahmen erfordern zwar einen gewissen zeitlichen und finanziellen Aufwand, können aber das Gebäude vor schwerwiegenden Bauschäden schützen.“
Doch beim Einbau einer Sauna sollten Eigentümer nicht nur über die nötigen bauphysikalischen Voraussetzungen nachdenken. So rät Dipl. Ing. Michael Fritsche, Leiter des VPB-Regionalbüros Bamberg, auch solche Aspekte wie Zugänglichkeit und Aufenthaltsqualität zu berücksichtigen. „Mag sein, dass sich Raumreserven im Keller für den Einbau anbieten“, so Fritsche. „Doch man sollte sich ehrlich die Frage stellen, ob sich dort auch der gewünschte Erholungs- und Wohlfühleffekt einstellt.“ Anders formuliert: Wer entspannt schon gern mit Blick auf Tiefkühltruhe oder Umzugskartons? Aus seiner Beratungspraxis weiß Fritsche, dass gerade Kellersaunen viel seltener genutzt werden, wenn die Atmosphäre nicht stimmt und schon der Weg ins wenig anheimelnde Untergeschoss Überwindung kostet. „Am Ende steht die Sauna dort ungenutzt herum“, sagt der Experte.
Wer es also ernst meint mit dem regelmäßigen, gesundheitsfördernden Schwitzen, sollte beim Einbau einer Sauna für eine entsprechend gestaltete Umgebung sorgen – oder gleich prüfen lassen, ob sich eine Kabine ins Badezimmer integrieren lässt. Welche Möglichkeiten die eigene Immobilie für den Einbau einer Sauna bietet, können qualifizierte Sachverständige gut einschätzen. Eine unabhängige, kompetente Beratung gibt es im VPB-Regionalbüro vor Ort.
17.02.2025
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