So planungssicher entstehen Holz-Fertighäuser

Bauzeichner, Holzmechaniker und Verputzer, Schreiner, Elektriker, und Dachdecker – die Liste der Spezialisten, die an der Entstehung eines modernen Holz-Fertighauses mitwirken, ist lang. Die Zeit, die sie benötigen, um gemeinsam ein individuelles Traumhaus zu entwerfen, zu produzieren und zu errichten dagegen kurz. Der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) erklärt, wie Fertighäuser entstehen. 
Holz-Fertighäuser werden individuell geplant und planungssicher realisiert. Foto: Loredana La Rocca / Fischerhaus
Holz-Fertighäuser werden individuell geplant und planungssicher realisiert. Foto: Loredana La Rocca / Fischerhaus
Alles beginnt mit dem Wunsch eines Bauherrn oder einer Baufamilie nach einem Eigenheim sowie der Entscheidung für ein nachhaltiges und energieeffizientes Holz-Fertighaus. Nach individueller Absprache und Planung mit einem Kundenberater des favorisierten Hausherstellers nehmen zunächst Architekten, Bauzeichner und Ausstattungsexperten, später dann Handwerker und Mechaniker die Arbeit an dem neuen Zuhause auf. 

An großen Produktionstischen fertigen die Spezialisten gemeinsam bis zu rund 12,50 Meter große Bauteile, meist in Holz-Tafelbauweise und zum größten Teil aus heimischer Fichte. Computergesteuerte Fertigungsmaschinen erledigen vorab millimetergenau den Zuschnitt sowie die Bohrungen und Fräsungen der Holzplatten und -balken. Rund 30 Kubikmeter Fichtenholz bedarf es für ein durchschnittliches Fertighaus mit einer Wohnfläche von 140 Quadratmetern. „In gerade einmal 23 Sekunden ist diese Holzmenge in deutschen Wäldern wieder nachgewachsen“, sagt BDF-Pressesprecher Fabian Tews. 

Zunächst wird ein Riegel- oder Ständerwerk aus getrockneten und exakt zugeschnittenen Holzbalken zusammengesetzt. Im Inneren werden einzelne Kammern mit sogenannten Stielen voneinander getrennt. Dann wird das Riegelwerk beispielsweise mit Holzwerkstoffplatten einseitig und später auch von der anderen Seite verschlossen, die Kammern werden vorher mit Dämmmaterial wie Hanf oder Holz-Weichfaserplatten gefüllt. Je nachdem, ob es sich um Außen- oder Innenwände oder ein Deckenelement handelt, werden Aussparungen für Fenster und Türen sowie Leitungen und Kanäle für Strom, Wasser, Heizung oder Lüftung integriert. 

So viele Arbeiten wie möglich werden beim Fertighausbau unter konstanten Produktionsbedingungen im Werk verrichtet. Auf der Außenseite der Wandelemente kommt häufig ein Wärmedämmverbundsystem mit zusätzlicher Dämmung zum Einsatz. Auch werden der Grundputz oder Fassadenelemente zum Beispiel aus Holz auf die Außenwände aufgebracht. „Der intelligente, mehrschichtige Wandaufbau und die sehr guten natürlichen Dämmeigenschaften von Holz sind neben der ausgewählten Haustechnik mitentscheidend für ein energieeffizientes Zuhause“, so BDF-Sprecher Tews. 

Viele Fertighausfirmen fertigen in ihren Werkshallen ein Haus pro Tag, einige sogar mehr – je nach Größe und Mitarbeiterzahl in der Produktion. Gemeinsam haben die führenden Fertighaushersteller, die Mitglied im Bundesverband sind, dass sie die strengen Anforderungen der Qualitätsgemeinschaft Deutscher Fertigbau (QDF) einhalten und dies auch regelmäßig nachweisen müssen. Das bietet Bauherren, ergänzend zur Witterungsunabhängigkeit und den optimierten Industrieprozessen, noch mehr Planungssicherheit. Auch eine Festpreisgarantie und ein auf Wunsch vertraglich vereinbarter Fertigstellungstermin zählen zu den 36 Qualitätsversprechen des QDF-Siegels. 

„Nicht zu vergessen ist, dass der Bauherr beim Fertighausbau einen festen Ansprech- und Vertragspartner hat. Der Haushersteller ist Generalunternehmer und kümmert sich darum, dass alle Gewerke des Bauvorhabens ohne Schnittstellenprobleme und wie geplant beginnen und der Hausbau termingerecht fertiggestellt werden kann“, sagt Tews. In meist nur ein bis zwei Werktagen sind die vorgefertigten Bauelemente für das Fertighaus zu einem wetterfesten und abschließbaren Gebäude montiert. Wenige Monate später ist dann auch der Innenausbau so weit fertig, dass die Baufamilie nur noch einzuziehen braucht. 

Quelle: Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V.

28.03.2023

Hausbaunews

Bis zu 999 Euro Warmmiete für rund ...

Steigende Lebenshaltungskosten in nahezu allen Bereichen beschäftigen derzeit viele. Ein wesentlicher Faktor sind dabei die Wohnkosten. Wie stark dieser Kostenfaktor ins Gewicht fällt, zeigt nun ...

Vom Fertighaus zum Zuhause - Wie ...

Ein Fertighaus ist gut geplant, durchdacht gebaut und auf die Bedürfnisse seiner Bewohner abgestimmt. Grundriss, Ausstattung, Energieeffizienz und Materialien werden oft lange vor dem Einzug ...

Lithium-Ionen-Akkus: wachsende ...

Lithium-Ionen-Akkus sind aus modernen Anwendungen nicht mehr wegzudenken. Ob in Handys, E-Bikes, Einweg-E-Zigaretten, Elektrowerkzeugen oder größeren Geräten wie E-Gabelstaplern – die ...

Vom Altbestand zum baureifen Grundstück

Der Traum vom modernen Fertighaus beginnt heutzutage immer häufiger mit dem Kauf eines bereits bebauten Grundstücks. Bevor das neue Eigenheim jedoch zügig und planmäßig errichtet werden kann, ...

ÖkoFEN bringt wärmeintelligentes ...

ÖkoFEN erweitert sein Portfolio um ein neuartiges wärmeintelligentes Gesamtsystem. Das Unternehmen, seit 1989 Pionier für nachhaltiges Heizen, liefert damit alle zentralen Komponenten für Wärme ...

Gute Gründe für Böden aus Holz

Wer ein Haus baut oder saniert, muss viele Entscheidungen treffen. Eine davon: Welcher Bodenbelag passt am besten. Seit Jahrhunderten fällt die Entscheidung dann immer wieder für Parkett – und ...

Musterhäuser

Spielberger

Preis
auf Anfrage
Fläche
146,00 m²
Diamonds Bornholm

Preis
auf Anfrage
Fläche
99,10 m²
Solaris

Preis
auf Anfrage
Fläche
145,00 m²
Stadthaus Flair 152 RE

Preis ab
288.400 €
Fläche
150,84 m²
Haus Schrader

Preis ab
405.000 €
Fläche
147,00 m²
Modern 210

Preis
auf Anfrage
Fläche
210,41 m²

0