Holzhaus kaufen: pro und kontra

Holzhäuser sind der Trend der Stunde. Ihre umweltbewussten Bewohner jubeln über die heimelige Wohnatmosphäre sowie die vorbildliche Ökobilanz. Doch mit welchen Nachteilen ist zu rechnen, wenn der Kauf eines Holzhauses in Betracht gezogen wird? Wir haben die Antworten parat!
Holzhaus kaufen: pro und kontra. Foto: kul2r / pixabay.com
Holzhaus kaufen: pro und kontra. Foto: kul2r / pixabay.com
 
Das Wohnblockhaus ist wieder in Mode, hat in den vergangenen Jahrzehnten eine sprichwörtliche Wiedergeburt erfahren. Völlig gleich, ob kantiges Block- oder zeitgemäßes Schwedenhaus: Die wachsende Popularität spricht Bände. Kein Wunder: Holz besitzt einen klassischen Anspruch und ist doch äußerst zeitgemäß. Verarbeitung und Aussehen haben sich stets an den Zeitgeist angepasst und punkten auch im 21. Jahrhundert mit ihrer ganz eigenen Eleganz.

Das spricht für den Kauf eines Holzhauses

Die Zeiten, in denen Holzhäuser ausschließlich für ihren urigen Look bekannt gewesen sind, haben ihr Ende gefunden. Heutzutage toben sich Bauherren munter aus, wenn sie sich für aktuelle Konstruktionstypen entscheiden und fernab der allzu traditionellen Ästhetik agieren. Kreativität ist gefragt, wenn das Fertighaus mit kostengünstigem Holz für den schmalen Geldbeutel verfeinert wird. Qualität hat ihren Preis – doch trotzdem kann an den richtigen Ecken und Enden gespart werden!

Selbst der Kauf des Fertighauses geht in der Regel mit positivem Nutzen für die Umwelt einher. So handelt es sich oftmals um Holz aus der Region, das einen dementsprechend kurzen Anfahrtsweg benötigt. Auch der Schall- und Wärmeschutz sind merklich maximiert, zumal die Wandstärke einer gängigen Holzrahmenwand für einen Nutzflächengewinn von etwa zehn Prozent garantiert.

Die Gestaltungsbandbreite ist immens. Wer sich als Single oder mit Familie für den Kauf eines Fertighauses entscheidet, kann sich etwa mit schicken Beleuchtungskonzepten einrichten.

Übrigens: Mit Baufeuchte ist grundsätzlich gar nicht erst zu rechnen! Was in gemauerten Massivhäusern auf Dauer für Schimmel und schlechtes Klima sorgen kann, wird dank der Trockenbauweise zeitnah aus der Welt geschafft. Somit erweisen sich Holzhäuser als denkbar gute wie langfristige Alternative.

Das spricht dagegen

Planung ist alles. Während sich Fertighäuser zurecht in der Mitte der Gesellschaft etabliert haben, treten bei schlechter Materialverarbeitung in Eigenregie schnell Folgeschäden auf, die sich, kaum steht das Haus, nur noch schwer eliminieren lassen. Dazu kommt eine schlechte Luftdichtheit, häufig gefolgt vom mangelhaften Schutz vor Regengüssen.

Auch die Folgekosten sind nicht zu unterschätzen – wenngleich sie auch als Geschmacksfrage durchgehen können. Wird das Holz nicht dauerhaft behandelt, färbt es mit der Zeit aus. Je nach Größe wird viel Zeit erforderlich, wenn eigenhändig an der Lackierung nachjustiert werden muss. Diese Prozedur muss mitunter alle zwei bis drei Jahre geschehen.

Holz ist des Weiteren ein Naturprodukt, das ein gewisses Eigenleben besitzt. Es „arbeitet“ rund um die Uhr. Beim Verlegen von Leitungen und Rohren ist Voraus- und Vorsicht gefragt. So gilt es etwa, die Bewegungen des Materials zu bedenken und ausgleichenden Platz einzukalkulieren. Wer ohnehin über schlechten Schlaf klagt, könnte sich von knarrenden Geräuschen belästigt fühlen. Im Kontrast zum Massivhaus ist außerdem mit Witterungsschäden zu rechnen.

Dazu sind Holzhäuser anfällig für Holzwürmer oder Schimmelpilze, die eine weitere Behandlung notwendig machen könnten. Ist ein Pilz zu sehen, wird eine großflächige Sanierung fällig, die abermals ins Geld geht und vorübergehend die Wohnqualität mindert.

Quelle: s.sch.

24.09.2018

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