Die dezentrale Lüftungsanlage – Vorteile und Nachteile
- Einbau ohne großen Umbau; ideal für Neubau und sanierte Altbauten.
- Gezielte Lüftung nur in feuchten/geruchsintensiven Räumen wie Bad, Küche, Partyräumen.
- Sensorsteuerung möglich (Feuchte/CO²) oder gekoppelt an Raumbeleuchtung.
- Mit Wärmerückgewinnung sinken Energiekosten; Filter hilft auch Pollen-Allergikern.
- Nachteile: Gesamthaus teurer, Geräusch im Schlafzimmer, jährlicher Filterwechsel & Stromverbrauch.

Die dezentrale Lüftungsanlage – Vorteile und Nachteile. Foto: inVENTer GmbH
Wenn Sie sich nicht für die passende Lüftungsanlage entscheiden, ist Schimmel in den eigenen vier Wänden nahezu vorprogrammiert. Eine dezentrale Lüftungsanlage kommt daher für viele Hausbesitzer in die engere Auswahl. In diesem Artikel lernen Sie die Vor- und Nachteile dieser Lüftungsanlage kennen.
Gezielter Einsatz der Lüftung
Eine dezentrale Lüftungsanlage hat für den Hausbesitzer gleich mehrere Vorteile:
- Um diese Anlage zu installieren, ist es nicht notwendig, dass ein großer Umbau stattfindet. Dadurch ist sie nicht nur für Neubauten, sondern auch für sanierte Altbauten geeignet.
- Der Einbau findet lediglich in den Räumen statt, in denen eine erhöhte Feuchtigkeit oder vermehrte Gerüche auftreten. In den meisten Häusern sind das Küche und Badezimmer, aber auch Partyräume oder Geschäftszimmer, in denen geraucht wird.
- Durch den leichten und zielgerichteten Einbau ist diese Form der Lüftungsanlage im Allgemeinen wesentlich günstiger als andere Varianten.
- Um besonders viel Energie zu sparen, bietet es sich an, die dezentrale Lüftungsanlage über Sensoren zu aktivieren. Wird ein bestimmter Feuchtigkeitsgrad erreicht oder steigt die CO²-Belastung an, springen die Ventilatoren an beziehungsweise öffnen sich Lüftungsschlitze. Möglich ist außerdem, die Anlage parallel zur Raumbeleuchtung laufen zu lassen.
- Neben den einfachen Varianten gibt es außerdem eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Hierbei strömen Zu- und Abluft entweder gleichzeitig oder abwechselnd durch die Anlage. Ein Regenerator entzieht der Abluft die Energie und fügt sie der frischen Luft zu. Die Wärme der Luft lässt sich als wiederverwenden, wodurch Energiekosten erheblich sinken.
- Pollen-Allergiker profitieren, da der eingebaute Filter die einströmende Außenluft nicht nur von verschiedenen Verunreinigungen, sondern auch von anderen Pollen befreit.
Allerdings hat die dezentrale Lüftungsanlage nicht nur Vorteile, sondern es sind ebenso Punkte in Betracht zu ziehen, die Hausherren als Nachteil ansehen können.
- Wer nicht nur Räume mit der Lüftungsanlage ausstatten will, in denen Feuchtigkeit und Schadstoffe erhöht sind, sondern das gesamte Haus, muss mit höheren Kosten rechnen.
- Um das Schlafzimmer darüber zu lüften, ist es notwendig, auf ein Modell zurückzugreifen, das über einen besonders leisen Ventilator verfügt. In der Stille der Nacht wird ein Ventilator, der tagsüber nicht auffällt, unter Umständen als störend empfunden.
- Die Filter der Lüftungsanlage, die die Zuluft vor Verschmutzungen oder Pollen schützt, muss einmal jährlich ausgetauscht werden. Dadurch entstehen Wartungskosten.
- Da die Anlage im Betrieb Strom verbraucht, ist diese Ausgabe den gesunkenen Energiekosten gegenzurechnen.
19.12.2016
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