Energieeffizienz steigern: Diese Maßnahmen helfen und werden sogar gefördert

Bei der Planung des Traumhauses sollten Bauherren schon an künftige Energiesparpotenziale denken. Mit der richtigen Dämmung auf dem Dach, an den Fassaden, der Installation einer Photovoltaikanlage oder dem optimierten Heizsystem lassen sich in den nächsten Jahren Tausende Euro einsparen. Clevere Bauherren nutzen dafür sogar die Fördermöglichkeiten der Bundesregierung, denn energieeffizientes Bauen mit Köpfchen wird belohnt.

Was macht ein Fertighaus energieeffizient?

Möchten Bauherren künftig nicht nur Energiekosten sparen, sondern auch Fördermöglichkeiten der KfW in Anspruch nehmen, muss das Fertighaus einige Kriterien erfüllen. Bestandteil der Energieeffizienz sind die Qualität der Dämmung an Dach und Fassade, die Luftdichtigkeit, der Einsatz zeitgemäßer Heiztechnik und die Nutzung ökologischer Baustoffe/erneuerbare Energien.

Vor allem die Beteiligung an der Energiewende genießt oberste Priorität, wenn es nach Förderprogrammen geht. Um Heizkosten zu sparen und den CO₂-Abdruck zu verringern, setzen immer mehr Bauherren auf den Einbau einer Wärmepumpe. Sie lässt sich abhängig von den Platzverhältnissen kompakt neben das Haus oder unterirdisch platzieren.

Wird die innovative Wärmepumpe mit Strom aus möglichst ausschließlich erneuerbaren Energiequellen kombiniert, ergibt sich daraus effizientes und nachhaltiges Heizen ganzjährig. Wer zusätzlich eine Photovoltaikanlage integriert, spart noch mehr. Neben den Fördermitteln gibt es auch die Möglichkeit, nicht selbst benötigte Solarenergie in das öffentliche Netz einzuspeisen und dafür eine Vergütung durch den örtlichen Anbieter zu erhalten. Hat die PV-Anlage eine Nennleistung bis 40 kWp, gibt es beispielsweise 7,5 Cent/kWh für die Überschusseinspeisung.
 
Eine Wärmepumpe kann auch ohne Keller installiert werden und trägt zur erhöhten Energieeffizienz des Hauses bei. - Foto: Pixabay.com / HarmvdB
Eine Wärmepumpe kann auch ohne Keller installiert werden und trägt zur erhöhten Energieeffizienz des Hauses bei. - Foto: Pixabay.com / HarmvdB

Wärmeschutz durch die richtige Dämmung

Die KfW stellt verschiedene Förderprogramme für den Neubau energieeffizienter Häuser zur Verfügung. Um die Vorgaben für die Effizienzhaus-Stufe 40 zu erfüllen, ist beispielsweise eine Außendämmung mit einer Stärke von ca. 30 bis 35 cm erforderlich. Soll das Haus den Standard 55 erfüllen, sollte die Dämmung mindestens 20 cm betragen. Wo, wer nachweislich seine Außenwände (und das Dach) nach den Effizienzhaus-Standards errichtet, kann sich die günstigen Kredite sichern.

Die Kosten für Wärmeschutz und Co. richten sich maßgeblich nach den Haus-Standards. Passivhäuser sind zwar zunächst beim Baupreis deutlich höher, helfen jedoch auf längere Sicht bei der Kostenreduktion. Durch die Dämmung wird beispielsweise ein sehr gutes Raumklima erzeugt, was die Heizkosten deutlich minimieren kann. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit einer höheren staatlichen Förderung und Nutzung einiger Steuervorteile.

Kann ich mir ein energieeffizientes Fertighaus leisten?

Abhängig vom Hersteller, der Hausgröße und den Effizienzmaßnahmen kann das Fertighaus schnell mehr als 300.000 Euro kosten. Mit der optimalen Förderung könnte es eine Kostenreduktion von ca. 20.000 Euro (beispielsweise für die richtige Dämmung, Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und Co.) geben. Um Kosten bei den Zinsen zu sparen, können Bauherren sich eine der interessanten KfW-Darlehen sichern.

Doch auch Eigeninitiative zahlt sich aus und kann 30 Prozent und mehr bei den Baukosten sparen. Wer selbst mithilft und beispielsweise den Innenausbau mit Freunden und Bekannten übernimmt, hat enormes Sparpotenzial bei Malerarbeiten, Elektrik und Co.
 
Um eine höchstmögliche Förderung für den Bau zu erhalten, müssen Häuser verschiedene Energieeffizienz-Kriterien erfüllen. - Foto: Pixabay.com / OpenClipart-Vectors
Um eine höchstmögliche Förderung für den Bau zu erhalten, müssen Häuser verschiedene Energieeffizienz-Kriterien erfüllen. - Foto: Pixabay.com / OpenClipart-Vectors
Kosten lassen sich auch bei der Frage, ob es ein Keller oder eine Bodenplatte sein soll, sparen. Wer wenig Budget für das Traumhaus hat, sollte auf den Keller verzichten. Dadurch steht vielleicht weniger Fläche zur Verfügung, doch geschickt geplant lässt sich das auch realisieren. Wer sich gegen den Keller entscheidet, sollte jedoch einen alternativen Platz für die Heizungsanlage finden, denn sie wird häufig in einem Kellerraum gut versteckt platziert.

Findige Architekten des Fertigbauunternehmens haben auch hierfür eine Lösung und integrieren die Heizungsanlage beispielsweise platzsparend neben dem Hauswirtschaftsraum im Erdgeschoss. Wer noch dazu auf eine innovative Anlage setzt, muss dafür deutlich weniger Platz einplanen und kann alles in einem Raum mit ca. 10 m² unterbringen.

Es muss nicht immer die teure Garage sein

Soll am Fertighaus direkt eine Garage angeschlossen werden oder nicht? Mit einem begrenzten Baubudget fällt die Antwort vergleichsweise einfach aus: Nein, ein Carport ist deutlich preiswerter. Die Garage nimmt nicht nur mehr Platz auf dem Grundstück ein, sondern kostet auch deutlich mehr. Wer sich hier für einen Carport entscheidet, spart enorm und weiß sein Fahrzeug dennoch gut überdacht.
 

Auch die Inneneinrichtung hilft beim Sparen

Gut isolierte Fenster, eine gut gedämmte Fassade, eine Photovoltaikanlage, die Wärmepumpe – das alles sind kostenintensive Anschaffungen beim Hausbau, die sich längerfristig durch Einsparungen jedoch bezahlt machen. Um die Baukasse nicht weiter zu strapazieren, kann es zunächst im Inneren deutlich pragmatischer zu gehen. Statt der innovativen Küche für 20.000 Euro und mehr, könnte es vielleicht auch eine preisgünstigere Variante sein.

Einmal eingezogen, können Möbel später immer noch gegen hochwertige Exemplare ausgetauscht werden. Mit dem Sparpotenzial aus weniger Heizenergie oder der Vergütung durch eingespeisten Strom erzeugt mit der eigenen Solaranlage fällt die Ausgabe deutlich leichter.

25.10.2022

Hausbaunews

Schutz vor Schall und Schwingung

PE-Schaum und Zellgummi sind die Allrounder fürs Dämmen in der Sanitär-, Heizungs-, Klima- (SHK) und Lüftungstechnik. Sie schützen vor Lärm und hervorragende wärmedämmende Eigenschaften minimieren ...

Wellness im eigenen Garten: Was bei der ...

Beim Bau eines Fertighauses konzentriert man sich zunächst auf Grundriss, Fassade und Innenausstattung. Der Garten fristet dagegen oft ein Schattendasein, trotz seiner späteren Bedeutung für die ...

Visign for Style 22 eröffnet neue ...

Mit der „Visign for Style 22“ setzt Viega neue Maßstäbe für die ästhetische Badgestaltung. Die WC-Betätigungsplatte ist in einem außergewöhnlich breiten Spektrum von dreizehn Farben und drei ...

Sonnenschutz im Wintergarten: ...

Ein Wintergarten ist für viele Hausbesitzer das absolute Highlight des Eigenheims. Er erweitert den Wohnraum direkt ins Grüne, fängt das natürliche Tageslicht optimal ein und schafft selbst an kühlen ...

Frage: Wie viel Haus kann ich mir ...

Die Preise für Neubauten sind in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen – durch höhere Baukosten und Zinsen. Trotzdem gibt es Möglichkeiten für preisbewusste Käuferinnen und Käufer, den Wunsch nach ...

Magazin für kleine Wohnformen

Tiny Houses, Modulhäuser und andere Kleinwohnformen bieten neue Möglichkeiten, Wohnraum anders zu denken und zu gestalten. Das Jahresmagazin Kleiner Wohnen 2026/2027 informiert über aktuelle ...

Musterhäuser

SOLUTION 242 V3

Preis ab
608.007 €
Fläche
229,86 m²
CELEBRATION 122 V7 XL

Preis ab
443.293 €
Fläche
167,20 m²
Musterhaus ...

Preis
auf Anfrage
Fläche
178,00 m²
Sigmaringen

Preis ab
757.460 €
Fläche
237,00 m²
Dynamic-G-183 E2

Preis
auf Anfrage
Fläche
199,23 m²
Modern 155

Preis
auf Anfrage
Fläche
155,08 m²

0