Holzbauten leben länger durch konstruktiven Bautenschutz

Wer bäuerliche Anwesen der letzten Jahrhunderte genauer betrachtet, stellt fest, dass diese Gebäude nicht nur ökonomisch, sondern auch bautechnisch vorbildliche, nachhaltige Lösungen aufweisen. Insbesondere im Bereich des Holzbaus wussten die alten Baumeister, wie man Bauteile vor Wind und Wetter, Tauwasserbildung oder Schadstoffen in der Luft am besten schützt. 
Gebaute Vorsorge: Holzbauten leben länger durch konstruktiven Bautenschutz. Foto: pixabay.com
Gebaute Vorsorge: Holzbauten leben länger durch konstruktiven Bautenschutz. Foto: pixabay.com
Aber auch heute noch regelt die DIN 68 800 dies. Demnach ist dem konstruktiven Bautenschutz der Vorzug zu geben. Sonst wirken UV-Strahlung, Regen und andere Einflüsse ungehindert aufs Holz, sind die Voraussetzungen für Pilz- und Schädlingsbefall geschaffen und das Holz verliert seine Festigkeit. Die Hauptaufgabe des konstruktiven Holzschutzes ist es also, das Holz gesund zu erhalten. Die Grundlagen werden dafür in der Planung des Hauses gelegt, die von den Handwerkern umgesetzt werden. 

Holzfassaden müssen grundsätzlich vor direkter Beregnung geschützt werden. Hier wirken ausreichend große Dachüberstände und spritzwassergeschützte Sockel als Bautenschutz. Die Einwirkungen der Witterung (z.B. Wärmeeinstrahlung) muss in der Konstruktion der Fassade mit bedacht und eingeplant werden. Eine hinterlüftete Fassade ist eine zweite Absicherung für eventuell eindringende Feuchtigkeit – sie kann so schneller abtrocknen. Dabei muss an den Schutz vor Insekten und Nagetieren gedacht werden. Konstruktiver Bautenschutz macht das Bauen zwar zunächst aufwendiger, sorgt aber für eine langlebige Konstruktion und macht den Verzicht auf chemische Holzschutzmittel möglich.

Quelle: Verband Privater Bauherren e.V. (VPB)

19.07.2022

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