Fenster besser großzügig planen

Zunächst im Bürobereich häufiger verwendet, werden bodentiefe und großformatige Fenster auch im Wohnungs- und Hausbau immer mehr zum Trend. Was keine Überraschung ist, sorgen sie doch für hellere Räume, ein offenes Wohngefühl und Lebensqualität. „Um Licht und Sonne optimal nutzen zu können, sollten Bauherren und Modernisierer neue Fenster in Bezug auf Größe, Öffnungsart und Himmelsausrichtung immer passend zum Haus planen“, rät Frank Lange, Geschäftsführer des Verbandes Fenster und Fassade. 
Große Fensterflächen bringen mehr Licht ins Haus. Foto: VFF/ UNIGLAS
Große Fensterflächen bringen mehr Licht ins Haus. Foto: VFF/ UNIGLAS
Während Fenster noch bis Mitte der 90er Jahre aufgrund ihrer schlechteren bauphysikalischen Eigenschaften durchaus klein gehalten wurden, können Bauherren heute wesentlich größere Fensterflächen einplanen. „Seit einigen Jahren werden in der Architektur bodentiefe, großformatige Fenster immer beliebter, die im Winter Energie aus der Sonneneinstrahlung gewinnen und zugleich die Wärme im Gebäude halten“, erklärt Lange. „Die solaren Gewinne bieten durch technisch hervorragende Wärmedämmeigenschaften der Fenster immense energetische Einsparpotentiale. Das macht Bauherren extrem flexibler. Fenster und Fenstertüren können in vielen individuellen Größen eingesetzt werden.“ 

Darauf ist bei der Fensterplanung zu achten 

Gefragt sind große Fenster, die viel Tageslicht hineinlassen und zugleich die Sonnenwärme im Frühling, Herbst und Winter nutzen. „All das ist heutzutage möglich“, betont Lange. „Großflächige Verglasungen sorgen für eine optimale Ausleuchtung der Räume. Das spart Strom und Heizkosten.“ Vorrangig an den Süd-, Ost-, und Westfassaden kann die Sonne durch den Einbau großer Fenster zur Erwärmung der Innenräume genutzt werden, während die Heizung seltener angeschaltet werden muss. Viel Sonne bedeutet für den Sommer natürlich, dass man den Sonnenschutz nicht vergessen darf. Entweder außenliegend, in Form von beispielsweise Markisen, Jalousien oder Raffstoren, innenliegend oder im Scheibenzwischenraum. Damit der Sonnenschutz auch effektiv genutzt wird, bieten sich viele automatische Steuerungssysteme im Rahmen von Smart Home Konzepten an. In anderen Bereichen des Hauses, die weniger von der Sonne beschienen werden, ist der Einbau von Fenstern mit einer besonders guten Wärmedämmung ideal. 

Lärm und Sicherheit 

Ob für die Nachtruhe oder für das Homeoffice: Das Thema Lärm sollte bei der Fensterplanung ebenfalls bedacht werden. „Wer gut arbeiten oder schlafen will, braucht Ruhe. Hierfür sind Schallschutzfenster das Maß aller Dinge“, empfiehlt der Fensterexperte. „Zusätzlich bietet sich an, die Fenster in Bad und Schlafzimmer mit einer integrierten Lüftung auszustatten.“ 
  
Aber auch der Sicherheitsaspekt ist nicht zu vernachlässigen. Für einen guten Einbruchschutz sollte man besonders die Fenster im Erdgeschoss und im Kellerbereich mit entsprechenden Sicherheitsfenstern in der sogenannten RC2 Sicherheitsklasse ausstatten. „Und auch in oberen Stockwerken, wo Einbrecher über den Balkon einsteigen könnten, sollten Fenster- und Balkontüren mit Sicherheitsklasse RC2 eingebaut werden“, so Lange abschließend.

Quelle: Verband Fenster + Fassade

26.01.2021

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