PVC - Baulexikon Begriffsdefinition


PVC

PVC ist die gebräuchliche Kurzform von Polyvinylchlorid - einer chemischen Verbindung aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Chlor. Vor allem der hohe Chloranteil (57 Prozent bei reinem PVC) führt zu Problemen sowohl bei der Produktion als auch bei der Entsorgung: Als wichtigstes Produkt der umweltbelastenden Chlorchemie ist PVC besonders beständig. Bei seiner Verbrennung werden große Mengen Salzsäuregas frei, die mit Wasser vermischt als Salzsäure aufwendig entsorgt werden müssen. Zudem besteht begründeter Verdacht, dass bei der Verbrennung gefährliche Dioxine und Furane entstehen. Bei vielen Experten sowie bei den Umwelt- und Verbraucherverbänden gilt PVC daher als besonders schädlicher Kunststoff. Eingesetzt wird PVC besonders zur Herstellung von Fenstern, Rohren und Fußbodenbelägen. Im Bereich der Fußbodenbeläge haben einige Hersteller die PVC-Produkte aus ihrer Angebotspalette herausgenommen.