Nachtspeicherheizung - Baulexikon Begriffsdefinition


Nachtspeicherheizung

heißt ein elektrisch betriebener Speicherofen, der als Einzelraumheizung installiert wird: Jeder zu beheizende Raum erhält einen Ofen. Verschiedene Größen variieren die Speicherkapazität - Raumwärmebedarf und Heizdauer bestimmen die Wahl und den elektrischen Anschlußwert. Vergünstigter Nachtstrom, der beim zuständigen Elektrizitätsversorgungsunternehmen beantragt werden muss, versorgt die Speicherheizung. Ein gesondertes Leitungsnetz und ein separater Zähler übertragen und kontrollieren die Nachtstromabnahme innerhalb fester Abnahmezeiten. Der Speicherofen selbst besteht aus einem Speicherkern, den gut wärmedämmendes Material umgibt. Widerstände heizen ihn in den Nachtstunden bis zu 600 Grad Celsius auf. Die Wärmeabgabe erfolgt am Tage. Thermostate an allen Speicheröfen regeln die Raumwärme auch beim Aufheizen. Die Nachtspeicherheizung ist günstig in den Anschaffungskosten, die Ausgaben für die Energiemenge pro Heizperiode überschreiten jedoch die der fossilen Energieträger.