Schwertransport: So kommt das Fertighaus von A nach B

Schwertransport: So kommt das Fertighaus von A nach B. Foto: 2211438 / pixabay.com
Passgenaue Kransysteme am Produktionsstandort
Bereits beim Hersteller müssen die einzelnen Elemente eines Fertighauses während der Produktion in der Halle von A nach B gelangen. Dies geschieht zum Teil mit Systemen, die passgenau in die Werkshalle eingebaut sind, um die Fertighausmodule zu transportieren. So auch bei der Smart House GmbH im Ostwestfälischen, einem Hersteller von modularen Fertighäusern der gehobenen Qualitätsklasse. Er verwendet dafür ein Standard-Kransystem von Abus Kransysteme, das aus zwei Zweilaufträgerkränen (ZLK) und einer Zweischienenkatze der Bauart DQA als Hebezeug besteht. Das System wurde genau auf die räumlichen Begebenheiten der Fertigungshalle abgestimmt und ist in der Lage, Lasten mit einem Gewicht bis zu 25 Tonnen zu bewegen. Das Bewegen solch schwerer Lasten ist deshalb möglich, weil bei den Kränen die Radstände vergrößert und ihre Distanzen zueinander verändert wurden, um die statische Belastung zu verringern. So gelangen auch die schwersten Fertighauskomponenten im letzten Arbeitsschritt zum Transport auf den Anhänger.Transport auf der Straße mit speziellen Anhängern
Damit das Fertighaus gut über die Straße kommt, gibt es besondere Plattformen für den Transport: Zum Beispiel solche mit sogenannten Wechselaufbauten, die entweder mit Plane oder als offene „Rungenflats“ von spezialisierten Fahrzeugbauern hergestellt werden. Mit ihnen können Sattelschlepper Fertighausmodule in Rahmenbauweise transportieren. Dafür werden die Plattformen auf Drehschemel-, Zentralachs- oder Sattelanhänger montiert. Diese speziellen Anhänger eignen sich nicht nur für den Transport auf der Straße, sondern dienen auch als ein vor Wind und Wetter schützendes „Zwischenlager“ für die einzelnen Fertighauselemente, bis es zum Aufbau des Hauses kommt.Hebezeuge und Kettenzüge für Montagearbeiten auf der Baustelle
Ist der Tag des Fertighaus-Aufbaus gekommen, kommen zum Bewegen der Eigenheimmodule häufig Autokräne zum Einsatz, wie sie Unternehmen wie der Krösche Kranservice zur Verfügung stellen. Meist handelt es sich um Autokräne, die bis zu 60 Tonnen Last heben können. Die auch als „Taxikräne“ bekannten Fahrzeuge sind besonders für die Montagen von Hallen-, Betonbau-, Keller- und Fertighäusern geeignet. Sie können bis zu einem Werktag vor der geplanten Montage angefordert werden und sind in der Regel mit modernster Technik ausgestattet, was für eine hohe Ausfallsicherheit sorgt. Auf dem Bau selbst können für Montagearbeiten kleinere Hebezeuge in Form von Kettenzügen eingesetzt werden, wie sie etwa die Transprotec GmbH aus Hamburg fertigt und anbietet. Diese Hebezeuge kommen während der Montage beim Heben und Senken von Lasten zum Einsatz.20.01.2017
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