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31.08.2013

Klimaanlagen in Fertighäusern

Es heißt, die Erfindung der Klimaanlage in den frühen 1920er habe erst die Besiedlung der wärmeren Gegenden der Vereinigten Staaten, wie zum Beispiel Florida und Las Vegas möglich gemacht. Dass in den Vereinigten Staaten immer wieder mal massive Zusammenbrüche der Stromversorgung an der Tagesordnung sind, berührt in Deutschland wenig. Zeigt aber deutlich die Gefahr einer allzu großen Technikgläubigkeit auf.


Ökologischer Bau damals und heute

Techniken, die physikalische Gegebenheiten ausgenutzt haben, um ein angenehmes Wohnklima zu schaffen, gibt es wohl schon seit Anbeginn des Hausbaus. Natürliche Klimatisierung von Gebäuden ohne Einsatz von Energie fressenden Anlagen ist schon lange keine Utopie mehr. Altbekannte Nutzungsmöglichkeiten, verbunden mit modernen Baustoffen und modernster Technik, sind für jeden Bedarf zugeschnitten. Im ökologischen Bau wird nach Möglichkeit natürlich auf jedweden zusätzlichen Einsatz von energieabhängiger Klimatisierung verzichtet. Wichtig für den Entwurf eines zeitgemäßen Gebäudes ist die intelligente Umsetzung von modernen Erkenntnissen in Kombination mit altbewährten, teilweise schon seit vielen Hunderten von Jahren bekannten und bewährten Lösungen, unter zu Hilfenahme von modernsten, ökologischen und nachhaltigen Baumaterialien.

Die Klimaanlage ohne Kosten!

Natürlich ist das Passivhaus das Non- Plus-Ultra in Bezug auf effiziente Wohnklimatisierung unter Berücksichtigung von bauphysikalischen Gesichtspunkten. Da ein Passivhaus auch durchaus aus ökologischen Baumaterialien, errichtet werden kann, ist es wohl für den ökologisch orientierten Bauherrn die erste Wahl. Aber auch bei schon vorhandenen Gebäuden lässt sich mit etwas Überlegung, grundsätzlich ein wohl klimatisierter Wohnraum schaffen, der darauf abzielt, mithilfe der Natur ein gesundes und angenehmes Wohnklima zu erreichen.

Bei der Planung eines Hauses sollten deshalb folgende natürliche Kriterien integriert werden:
  • Alle Arten  von  passiver Nutzung der Sonnenenergie
  • Installation eines Luftwärmeaustauschers, um die Luft vorzuwärmen
  • optimale Dämmmaterialien
  • ebenso der Einsatz von Baumaterialien, die „atmen“ wie zum Beispiel Holz oder Lehm und die Möglichkeit der freien Lüftung.
Bei den Heizsystemen sollte nach Möglichkeit eine Kombination von Solarheizung, Erdwärme und eventueller Heizung mit nachwachsenden Heizmaterialien wie Holz gewählt werden. Optimale Wärmedämmung durch Thermofenster und optimale Klimatisierung durch Überschattung. Eine Kühlung sollte mit Hilfe von passiven ableitenden Systemen möglich sein, wobei auch Nachtkühlung zum Einsatz kommen sollte.

Klimaanlage – professionell, kühl und energiesparend?

Möchte man lieber auf die Technik setzen, dann kommt man bei seinem Fertighaus an einer klassischen Klimaanlage nicht vorbei. Hierbei wird gleich bei der Planung des Hauses diese mit eingeplant, denn sie sollte schon fest im Haus integriert sein. Mobile Geräte sind Stromfresser und sollten bei einem Fertighaus nicht zum Einsatz kommen. Die festinstallierte Anlage ist zudem effektiver im Vergleich zu den mobilen Varianten und auch die Kühlung ist bedeutend besser. Dabei sollte man jedoch als Bauherr die Kosten mit im Blick haben, denn die Installationskosten sind nicht gerade wenig. Hierbei wird das Innen- wie auch das Außengerät fest am Haus montiert. Das Innenteil lässt sich wiederum in zwei Teile aufteilen, in das Wandgerät und in das Deckengerät. Sollen mehrere Räume gleichzeitig gekühlt werden, wird auf das Multi-Splitgerät zurückgegriffen. Hier gibt es ein Außenteil und mehrere Innenteile, die alle miteinander verbunden sind. Soll ein Raum ohne Fenster gekühlt werden, dann wird bei der Installation darauf geachtet, dass Lüftungsgitter und Ventile für Räume ohne Fenster eingebaut sind.

Vorteile der Klimaanlage

Dank der Klimaanlage bleibt die Zimmertemperatur konstant und heiße Tage können überstanden werden. Die Leistungsfähigkeit und auch Konzentration bleibt erhalten und man kann effektiver arbeiten. Aber auch das Schlafen ist ruhiger und angenehmer, wenn die Räume gekühlt sind. Zudem wird die Umwelt geschont, denn die chlorfreien Kältemittelmischungen greifen die Ozonschicht nicht an. Ebenso gibt es Ecogeräte, die weniger Energie verbrauchen.

Nachteile der Klimaanlage

Klimaanlagen sind teuer und das nicht nur bei der Anschaffung. Besonders fest installierte Anlagen, die im Fertighaus mit eingebaut werden, können bis zu 10.000 Euro kosten. Zudem ist die Montage nur von einem Fachmann möglich, der wiederum Geld kostet. Laut der Energie-Agentur DENA kostet eine Klimaanlage im Jahr bei regelmäßigem Betrieb um die 120 Euro. Hinzu kommen Geräusche, die man zwar im Haus weniger hört, aber sobald man im Garten sitzt, sind sie nicht mehr zu überhören, da das Außengerät für die Regulierung im Haus zuständig ist.


Quelle: s.o.