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22.01.2014

Wer jünger kauft, ist länger Eigentümer

Während es in vielen unserer Nachbarländer üblich ist, bereits in jüngeren Jahren eine Immobilie zu erwerben, warten junge Deutsche gerne, bis vermeintlich optimale Rahmenbedingungen in Form des Jobs fürs Leben und eines sehr soliden Eigenkapitalstocks da sind. Die Folge: Viele verpassen den Einstieg ganz – und damit auch die Chance auf einen Grundstein für Altersvorsorge und Vermögen. Das aktuell niedrige Zinsniveau kann zumindest helfen, diesen Einstieg zu finden.


„Anstatt noch weitere Jahre Miete zu zahlen und zu aktuell sehr niedrigen Zinsen Eigenkapital anzusparen, kann es sich jetzt bei entsprechendem Einkommen lohnen, mit einem etwas höheren Beleihungsauslauf den Weg in die eigenen vier Wände zu finden“, sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG, Deutschlands größtem Vermittler privater Baufinanzierungen, und erläutert: „Das bedeutet: Wer zum Beispiel nicht 30 oder mehr Prozent an Eigenkapital mitbringt, sondern mit 20 Prozent agiert, erhält im Moment Bestkonditionen von 3,10 Prozent effektiv für eine langlaufende 15-jährige Sollzinsbindung. Allerdings müssen junge Käufer mit weniger Eigenmitteln einige Besonderheiten beachten.

Gerade jüngere Interessenten sollten individuell prüfen, ob sich für sie jetzt der Kauf einer Immobilie lohnt – auch wenn sie aktuell nicht mehr als 20 Prozent der Kaufpreissumme in Form von Eigenmitteln einbringen können. „Wer in jungen Jahren kauft, investiert frühzeitig in den eigenen Vermögensaufbau anstatt in Mietzahlungen. Insgesamt verlängert sich dadurch die Zeit des mietfreien Wohnens und im Alter steht mehr Geld zur Verfügung“, sagt Michiel Goris. Neben dem Aspekt der Altersvorsorge sollte laut Interhyp auch die emotionale Rendite nicht unterschätzt werden. „Zehn Jahre länger in den eigenen vier Wänden zu leben, bedeutet zehn Jahre mehr Lebensqualität.“

Allerdings ist bei Finanzierungen mit weniger Eigenkapital Vorsicht geboten. Durch den geringeren Eigenkapitaleinsatz fällt die Finanzierungssumme höher aus. Das wiederum hat eine höhere Restschuld zum Ende der Zinsbindung zur Folge. Interhyp rät Darlehensnehmern, dieses Dilemma durch lange Zinsbindungen von mindestens 15 Jahren zu entschärfen.

Zudem empfiehlt der Vermittler für Baufinanzierungen, im Idealfall etwas höher zu tilgen – um den Schuldenabbau zu beschleunigen. „Aktuelle Kreditmodelle lassen sich darüber hinaus flexibel an die Bedürfnisse von jüngeren Käufern anpassen – etwa durch Tilgungssatzwechsel bei Nachwuchs oder beruflichen Veränderungen“, erklärt Interhyp-Experte Goris.

Quelle: InterHyp AG